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Dieser Einsatz war psychisch sehr anstrengend

Die Feuerwehrleute mussten einen aus ihrer Mitte befreien – der Einsatz war fordernd, aber ...

„Der Einsatz war vor allem psychisch für uns herausfordernd. Viele kannten den Verletzten, weil er Feuerwehrmann in einer Nachbargemeinde ist. Wir haben geschaut, dass wir seine Kameraden nicht zu ihm lassen“, schildert Benjamin Wimmer, Einsatzleiter und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pupping. Bei der Alarmierung am späten Nachmittag rechneten die Helfer schon mit dem Schlimmsten.
Der 22-Jährige aus Hartkirchen war nämlich auf einem Gemüsefeld in Eferding mit beiden Armen in einem Häcksler gesteckt. Nachdem es im vorderen Bereich der Maschine zu einem Defekt gekommen war, versuchte er, diesen zu beheben. Dies misslang allerdings, und er wurde hineingezogen.

Mit Hebekissen und Keilen aus Maschine befreit
Da er alleine unterwegs war und nicht zu seinem Handy kam, schrie der 22-Jährige laut um Hilfe. Der Wirt vom angrenzenden Gasthaus hörte die Rufe, eilte sofort zur Hilfe und setzte die Rettungskette in Gang. Die Ersthelfer schafften es aber nicht, den jungen Mann aus seiner verzwickten Lage zu befreien.

Keine offenen Verletzungen
„Wir trafen ziemlich zeitgleich mit der zweiten Feuerwehr aus Hinzenbach ein. Es waren aber schon mehrere Privatpersonen vor Ort. Zuerst steckten beide Arme fest, einen konnten wir relativ schnell befreien. Der zweite Arm war bis zum Oberarm in der Maschine. Mit Keilen und Hebekissen schafften wir genügend Raum und konnten ihn ganz herausziehen“, so Wimmer. Anschließend wurde der 22-Jährige – er war die ganze Zeit ansprechbar, und zum Glück wurden keine Gliedmaßen abgetrennt – an das Rote Kreuz übergeben.

Opfer spürte Arm nicht
„Er klagte zwar über keine Schmerzen, meinte aber die ganze Zeit, dass er seinen Arm nicht spüre“, sagt Wimmer. Der Schwerverletzte wurde ins Klinikum Wels-Grieskirchen gefahren. Ein anwesender Rettungshelikopter war nicht mehr notwendig.

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